Unternehmen schickt Drohnen

Unternehmen schickt Drohnen

Redaktion
Ein Online-Händler aus den USA hat Pläne offenbart, nach denen er seinen Kunden in möglichst naher Zukunft Pakete mit Mini-Drohnen zustellen möchte. Die Totalüberwachung rückt näher.

Kunden aufgepasst: In den USA wachsen Pläne, Pakete per Mini-Drohnen zuzustellen. Die so genannten »Octocopter« werden derzeit noch entwickelt, sollen aber nach Fertigstellung innerhalb von 30 Minuten Pakete zustellen können.

Drohnen bringen Ware

»Prime Air« heißt das Projekt, das von der Luftfahrtbehörde FAA noch genehmigt werden soll. Dies liest sich wie ein netter Service, denn so kämen Pakete eben schneller an. Eine Einschränkung: Jede Lieferung kann demnach lediglich 16 Kilometer zurücklegen. Zum Glück, möchte man meinen.

Denn die eigentlichen Nachteile sind offenbar: Jede Drohne kann natürlich Daten erfassen. Wenn eine Drohne Waren abliefern soll, wird sie erfassen müssen, wer zu Hause ist, wo die Ware tatsächlich deponiert wird, wie die Verhältnisse vor Ort sind. Die Drohne wird sich im wahrsten Sinne des Wortes ein genaues Bild von Ihnen machen können.

Inzwischen sind sogar erste Prototypen dieser Drohnen gesichtet worden. In Deutschland, hieß es in einem Medienbericht, sind die Drohnen unzulässig. Noch, wie wir ausdrücklich betonen. Denn es geht hier nicht um Datenschutz, sondern lediglich um die technische Sicherheit.

Erste Versuche mit Drohnen können Sie übrigens im Internet bereits besichtigen. Domino’s ist eine US-Pizzakette, die versuchte, Pizzen auszuliefern. Der Weg zu einer totalen Überwachung ist offensichtlich nicht mehr weit. Technisch gelingen diese Versuche bereits.

Die US-Luftfahrtbehörde selbst geht davon aus, dass die Drohnen im Jahr 2015 ihren Dienst aufnehmen können. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Pizzalieferungen, Handelsgüter wie oben beschrieben, aber auch staatliche beziehungsweise sogar private Streifen sind natürlich denkbar.

Dabei werden viele Daten anfallen, denn die Blickwinkel und Aufnahmen der Drohnen lassen sich allenfalls gesetzlich vorschreiben. Wie die jüngsten Vorfälle zum Thema Datenschutz zeigen, gibt dann auch immer derjenige den Takt vor, der am weitesten geht. Im »internationalen Wettbewerb« werden die Datenschutzrichtlinien schon gelockert.

Gegen den Einsatz von Drohnen insgesamt können Sie sich kaum wehren. Alles, was Sie tun können, ist, Ihre Daten so weit wie irgend möglich zu sichern. Auf Ihrem PC, auf Ihrem Smartphone. Wie, das zeigt Thorsten Petrowski ganz normal verständigen Laien in seinem brisanten Aufklärungsbuch Sicherheit im Internet – für alle.

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/redaktion/unternehmen-schickt-drohnen.html

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