Die unglaubliche Geschichte der „Maritime Maisie“

Die unglaubliche Geschichte der „Maritime Maisie“

Donnerstag, 13 Februar, 2014 – 13:38 | Nauticus24

Im Pazifik brennt ein Chemie-Tanker aus – und niemand fühlt sich zuständig. Nun droht eine Umweltkatastrophe (mit Video)

Sieben Wochen sind vergangen, seit die Katastrophe passierte: Im Pazifik stößt die „Maritime Maisie“ in der Nähe von Busan (Korea) mit einem anderen Schiff zusammen und fängt Feuer. Das hochgiftige Acrylnitril an Bord, insgesamt fast 30.000 Tonnen, wirkt wie ein Brandbeschleuniger. Die 27 Seeleute an Bord werden von der koreanischen Küstenwache aus dem Inferno gerettet, dann wird das Schiff sich selbst überlassen – bis heute. (mit Videos)

In der Zwischenzeit ist das Wrack in japanische Gewässer abgetrieben. Sowohl Südkorea als auch Japan lehnen es bislang ab, das Schiff in einen ihrer Häfen zu schleppen. Sie sorgen sich vor Umweltschäden. Dabei droht eine Katastrophe viel größeren Ausmaßes, sollte der Chemie-Tanker auf dem offenen Meer sinken.

Der Fall offenbart Lücken in den internationalen Seegesetzen: Zwar sind Japan und Südkorea Mitglied der International Maritime Organisation (IMO), die bereits vor Jahren klare Regeln für solche Fälle formuliert hat. Diese hatte man aufgestellt, nachdem es immer wieder zu Umweltverschmutzungen infolge von Schiffsuntergängen gekommen war, etwa wie im Fall der „Prestige“, die vor Spanien sank und 3000 Kilometer Küste verschmutzte. Doch diese Regeln sind nur Richtlinien – und nicht verbindlich.

So kommt es, dass die „Maritime Maisie“ seit Wochen durch den Pazifik treibt statt in einem Hafen professionell abgewrackt zu werden. Rund 20.000 Tonnen Chemikalien, die bei dem Feuer nicht verbrannt sind, sowie 640 Tonnen Treibstoff würden große Teile des Ozeans verseuchen, wenn das Schiff sinkt.

Aurora Tankers, der Besitzer des Schiffs, verhandelt zurzeit mit Japan und Südkorea über mögliche Lösungen. Da das Schiff unter der Flagge von Hongkong fährt, hat sich auch die Stadtregierung eingeschaltet. „Die koreanische Regierung diskutiert den Fall, hat aber noch keine Entscheidung getroffen“, sagte ein Regierungssprecher laut der Nachrichtenagentur Reuters.

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