Hunderte demonstrieren gegen Islamisierung in Dresden

Nach »HoGeSa« jetzt »PEGIDA«: Hunderte demonstrieren gegen Islamisierung in Dresden

Torben Grombery 28.10.2014

Vor wenigen Tagen sind mehr als 5.000 Menschen gegen Salafisten, Islamismus und die schleichende Islamisierung Deutschlands durch die Innenstadt von Köln gezogen. Die Suche nach den Gründen sowie Verantwortlichen für die Ausschreitungen im Rahmen dieser Kundgebung läuft in den sozialen Netzwerken noch auf Hochtouren, da bahnt sich für die linksgrünen Gutmenschen bereits die nächste Baustelle an: In Dresden haben mehr als 500 Menschen friedlich unter dem Motto »Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes« (PEGIDA) demonstriert. 

Die linksgrünen Gutmenschen an den Schalthebeln der Macht sind noch in heller Aufregung wegen der abgelaufenen Demonstration des Bündnisses »HoGeSa« (Hooligans gegen Salafisten) von mehr als 5.000 Menschen in der Domstadt Köln und haben die Demonstrationsteilnehmer schon vorsorglich allesamt als vollgesoffene, rechtsextremistische Hooligans abqualifiziert.

»Diese wollten nicht gegen Salafismus demonstrieren, sondern seien nur auf Gewalt aus« heißt es unisono. Und weil derartige Demonstrationsziele nicht ins linksideologisch geprägte Weltbild passen, planen die Gutmenschen auch schon, künftige Demonstrationen der »HoGeSa« gerichtlich verbieten zu lassen.

Bereits einen Tag später ist eine Demonstration mit nahezu denselben Zielen der Gruppe »PEGIDA« (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Dresden mit rund 500 Teilnehmern friedlich verlaufen. Die Initiatoren haben angekündigt, die Proteste in Anlehnung an die sogenannten »Montagsdemos« jetzt wöchentlich durchführen zu wollen.

Auch hier sucht und findet oder konstruiert der willfährige Mainstream stets den rechten bis rechtsextremen Hintergrund. Genau dafür hat die Leipziger Volkszeitung sogar hinter die Fassadegeblickt:

»Hinter der Fassade wurde aber das rechte Weltbild vieler Teilnehmer sichtbar. Die Abkürzung der Gruppe Pegida selbst steht für ›Patriotische Europäer gegen Islamisierung des Abendlandes‹. ›Die Affen holen doch das Viehzeug rein‹, echauffierte sich ein Teilnehmer lautstark, Journalisten wurden als Zecken beleidigt, die wenigen Gegendemonstranten bepöbelt.«

Die Sächsische Zeitung suggeriert bereits mit ihrer Schlagzeile »Demo gegen vermeintliche Islamisierung« zur Kundgebung, dass diesbezüglich wohl hunderte Fehlgeleitete durch die Dresdener Innenstadt irrten. So hat deren Berichterstatter auch bei dieser Demonstration »vereinzelt rechtsextreme Parolen« wahrgenommen.

Auch der mit Zwangsgebühren finanzierteMitteldeutsche Rundfunk ließ in seiner abendlichen Nachrichtensendung zur Kundgebung der Gruppe »PEGIDA« in Dresden tief blicken. Dort münzte man die Kundgebung kurzerhand pauschal zu einer»Demonstration gegen Ausländer« um.

Unterdessen läuft die Spurensuche nach den Verantwortlichen der Krawalle sowie dem Zustandekommen der Ausschreitungen auf der »HoGeSa«-Demonstration vom Wochenende in Köln − jenseits des Mainstreams − in den sozialen Netzwerken auf Hochtouren.

So hat eine Teilnehmerin der Kundgebung einen detaillierten Bericht verfasst, der sich nicht so richtig mit den Wahrnehmungen der Berichterstatter des Mainstreams decken will:

»Ich bin zum ersten Mal in meinem Leben fast 500 km zu einer Demo gefahren. Einer Demo von Hooligans! Wenn mir das jemand vor einem Jahr prophezeit hätte, den hätte ich für bekloppt erklärt.

Doch heute Abend ziehe ich meinen Hut vor den Hools, vor Euch. Vor dem, was Ihr in sechs Wochen auf die Beine gestellt habt! Für das Überwinden Eurer eigenen Gesetze und des Freund-Feindbildes, für das Gemeinsam-sind-wir-stark gegen den echten Feind der Freiheit, den Salafismus. Respekt für die Geduld, mit der Ihr Euch – als Leute, die normalerweise nicht lange fackeln, durch die Provokationen der Antifa nicht aus der Ruhe habt bringen lassen (einige Ausnahmen gab es, aber die wurden von eigenen Leuten schnell wieder eingefangen und beruhigt). Für Eure Disziplin, mit der Ihr – immerhin rund 5.000 Hools – durch die Straßen gezogen seid. Eure Parolen waren nicht originell, aber schnell zu merken und in keinster Weise rassistisch, rechtsextrem oder Gewalt auffordernd:

1. Wir wollen KEINE – SalafistenSCHWEINE!

2. Wir sind das Volk!

(…) Als es nach dem Marsch wieder zum Breslauer Platz zur Abschlusskundgebung ging, änderte sich auf einmal das Lagebild. Die Polizei bekam Anweisungen, den Platz einzukesseln und niemanden mehr rauszulassen. Gleichzeitig fuhren die Wasserwerfer auf – obwohl es KEINERLEI Anzeichen für Randale oder Gewalt seitens der Hools gab. Während die Reden verklangen, hörten wir Durchsagen der Polizei, die aufforderten, auf den Platz zu gehen, den Raum freizugeben und den Anweisungen der Polizei Folge zu leisten, mit Androhungen von Ordnungswidrigkeiten.

Dann sollte man den Platz räumen, konnte nirgends raus und der Bahnhof wurde ebenfalls wegen ›Überfüllung‹ geschlossen. Geduldig warteten wir vor einer der Türen … zehn Min., 20 Min., nichts ging, drinnen Leere, nur Polizisten mit Kameras. Warum auch immer glühte einem der Jungs die Sicherung los und in Nullkommanix wurde die Tür eingetreten und die Lage geriet aus den Fugen. Der Wasserwerfer kam zum Einsatz.

Als Hamburgerin, die im Schanzenviertel wohnt, kann ich darüber nur lachen: Die gewalttätigen Ausnahmezustände am 1. Mai oder Ende September zum Schanzenfest und im Winter, zur ›Rettung‹ von Lampedusa-Flüchtlingen, zwingen jedes Mal die gesamte Armada der Hamburger Polizeifahrzeuge ins Schulterblatt vor die Rote Flora. Die Kölner Eskalation zum Schluss war hausgemacht und als ›normaler‹ Beobachter der Sache gewinnt man den Eindruck, dass sich hier die Politik oder besser – ein Innenminister – unter Zuhilfenahme (oder Instrumentalisierung?) der Polizei einen Plot inszenierte, der es ihm und den Medien ermöglicht, wie immer und üblich gegen angebliche Nazis, Rechte usw. zu hetzen und Runde Tische einzuberufen.«

Auch die Darstellung eines Kundgebungsteilnehmers in dessen Videobotschaft auf der Internetplattform Facebook lässt dazu viele Fragen offen.

Derweil wurde von der Gruppe »HoGeSa« bereits für den 15. November 2014 in Hamburg die nächste Demonstration diesbezüglich avisiert. Obwohl die Veranstaltung erst vor wenigen Stunden auf der Internetplattform Facebook erstellt wurde, haben schon mehr als 5.000 Personen ihre Teilnahme an dieser erneuten Kundgebung zugesagt.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) sowie der Bundesinnenmister Thomas de Maizière (CDU) haben den Demonstrationen zwischenzeitlich bereits den politischen Hintergrund abgesprochen und planen, künftige Kundgebungen gerichtlich verbieten zu lassen.

Genau dieser von uns schon prognostizierte Umgang der verantwortlichen Politiker mit den Sorgen und Nöten dieser Menschen, wird die Stimmung weiter aufheizen und diesen Gruppierungen massiven Zulauf bescheren.

 

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