UFOs über französische Atomkraftwerke

UFO-Drohnen-Affäre in Frankreich:

Behörden melden unidentifizierte Flugobjekte über mindestens 9 französischen Atomkraftwerken. Paris (Frankreich) – Seit Anfang Oktober 2014 kommt es über Kernkraftwerken in ganz Frankreich zu Zwischenfällen mit unbekannten Flugobjekten. Offiziell sprechen Politiker und Verantwortliche des staatlichen Energieversorgers Electricité de France (EDF) von „Drohnen“, die seither mindestens neun Atomkraftwerke innerhalb der Sicherheitszonen überflogen haben sollen. Bislang ist die Informationslage darüber, was genau über den Atomkraftwerken gesichtet wurde, noch ungenau. Während die Polizei ermittelt, hat sich auch die französische Luftwaffe und der Innenminister in die Affäre um die Überflüge der unidentifizierten Flugobjekte eingeschaltet.

 
Blick auf das Kernkraftwerk Cattenom. | Copyright: Basaar (WikimediaCommons); CC-by-SA 3.0

Laut den Angaben des EDF-Konzerns kam es zum ersten Zwischenfall am 5. Oktober 2014, als ein unbekannter Flugkörper die stillgelegte Anlage in Creys-Malville imDépartementIsére überflogen habe. Zu weiteren Sichtungen u.a. durchWachpersonal und Aufzeichnungen der Überflüge durch die Sicherheitssysteme der Anlagen, kam es dann in der Nacht des 13. Oktober über den Kraftwerken vonBaylais nahe Bordeaux und Nogent-sur-Seine. Danach eine Nacht später über der Anlage vonCattenom in der Nähe der deutschen Grenze, am 19. Oktober über den Anlagen vonChooz,Gravelines,Bugey und erneut über Nogent-sur-Seine, sowie am 20. Oktober abermals überBugey.Die letzten Vorkommnisse dieser Art ereigneten sich ganz aktuell in der Nacht auf den 31. Oktober 2014 als es, so berichtet der private Nachrichtensender „I-tele“, zu Überflügen über den Kernkraftwerke Golfech im Süden des Landes und Penly im Norden kam. Als Quelle dieser Informationen bezieht sich der Sender auf einen nicht genannten Sprecher der Gendarmerie. Zu dem Überflug über Golfech berichtet die Regionalzeitung „La Dépêche du Midi„, dass dieser gegen 21 Uhr stattgefunden und die „Drohne“ das Kernkraftwerk mehrere Minuten lang überflogen habe. Anschließend sei das Objekt dann „verschwunden“. Eine Analyse der Flugroute ergab demnach, dass das Objekt im Osten des Kernkraftwerks und damit offenbar im Osten des Départements Lot-et-Garonne gestartet sei. Bislang sei jedoch noch kein Eigentümer oder Pilot des Objekts identifiziert worden. Laut einer AFP-Meldung erklärte ein Sprecher der Gendarmerie, dass man das Fluggerät deshalb nicht ausgeschaltet habe, da es keine direkte Gefahr für die Atomanlage dargestellt habe.

Karte Frankreichs mit den bislang von unidentifizierten Überflügen betroffenen Standorten von Atomkraftanlagen. | Copyright: grewi.deHinzu berichtet die französische Tageszeitung „Le Monde„, dassauchüberdemstaatlichenAtomforschungszentrumvonSaclay und über weiteren, nicht genaubenanntenAnlagenderAtomenergiebehördeCEA unbekannte Flugobjekte beobachtet worden seien.

Während zunächst vermutet wurde, dass es sich um eine landesweit organisierte Aktion von Greenpeace handeln könnte – die bereits 2012 mit der Landung eine motorisierten Gleitschirms innerhalb der Anlage des Kernkraftwerks von La Hague medienwirksam auf dortige Sicherheitsmängel aufmerksam gemacht hatten – hat „Greenpeace Frankreich“ dieser Vermutung bereits offiziell in einer Presseerklärung widersprochen. Darin zeigte sich auch der dortige Atombeauftragte Yannik Rousselet zugleich auch über die wiederholten Überflüge über den Atomanlagen und darüber besorgt, dass weder das Energieunternehmen EDF noch die Behörden und Sicherheitsorgane eine Erklärung für die Vorfälle liefern können.

Während die EDF laut „Tagesschau.de“ zwar versicherte, dass die Überflüge „keine Folgen für die Sicherheit oder den Betrieb der Anlagen“ gehabt hätten, ist dennoch festzustellen, dass auch in Frankreich Sicherheitszonen rund um Atomkraftanlagen existieren. So dürfen französische Atomkraftwerke nur in einer Höhe von mindestens 1000 Metern überflogen werden und Flugzeuge müssen ihre Flugroute so wählen, dass sie zugleich einen Abstand von mindestens 5 Kilometern zu den Atommeilern einhalten. Für die Überwachung des Luftraums rund um die Kraftwerke ist die französische Luftwaffe zuständig.

Um was genau es sich bei diesen Flugkörpern gehandelt hatte, ist bislang noch völlig unklar. Lediglich einer EDF-Pressemitteilung ist zu entnehmen, dass das Fluggerät, das am 19. Oktober über Gravelines beobachtet wurde, „einer Drohne glich“.

Wie der Sender „TF1“ berichtet, hat der Sprecher der Luftwaffe, Jean-Pascal Breton, die von den Flugobjekten und Überflügen ausgehende Bedrohung in einer Pressekonferenz relativiert: Die Fluggeräte seien von geringer Größe und im Handel erhältlich. Das Bedrohungspotenzial schätze die Luftwaffe aus diesem Grund derart gering ein, dass neben bestehenden Maßnahmen keine weiteren Vorkehrungen getroffen werden müssten.“

Hingegen berichten andere Medien, darunter auch „Le Monde“, dass die gesichteten Flugobjekte jeweils unterschiedlich groß gewesen seien: Einige hätten demnach nur einen Umfang von einigen Dutzend Zentimetern gehabt – andere bis zu zwei Meter. Die Flugobjekte seien zudem von den Überwachungsanlagen der Atomkraftwerke erfasst worden.

Einen ersten Eindruck von zumindest einer der über den französischen Kernkraftwerken gesichteten „Drohnen“ könnten nun jedoch Aufnahmen der französischen Polizei vermitteln, die zumindest das Fluggerät von Golfech beim Überflug fotografiert haben will, berichtet die Tageszeitung „Le Parisien„. Bislang wurden diese Aufnahmen jedoch noch nicht veröffentlicht.

Gegenüber dem französischen Radiosender „France Info“ erklärte sich mittlerweile auch der französische Innenminister Bernard Cazeneuve in der Sache und bekräftigte die Wachsamkeit der Behörden und, dass bereits Maßnahmen ergriffen worden seien, um die Flugkörper zu identifizieren und zu neutralisieren.

Frankreichs Innenminister Cazeneuve über die „Drohnen“-Überflüge (ab 09:33)

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Wie „Exopolitik Deutschland“ berichtet, ist bislang noch unklar, ob auch die staatliche französische UFO-Forschungsstelle GEIPAN in der Sache ermittelt. Allerdings habe deren Leiter, Xavier Passot, schon im Jahr 2012 eingeräumt, „dass UFOs vermehrt in der Nähe von französischen Atommeilern gesichtet würden“.

Obwohl bislang noch keine Aufnahmen der Objekte veröffentlicht wurden, hat sich aufgrund der verwendeten Bezeichnung in den französischen Medien und in der öffentlichen Diskussion die Vorstellung konventioneller Drohnen, im Sinne ferngesteuerter Multikopter, mittlerweile verfestigt und ein Bezug zu klassischen UFO-Sichtungen wurde und wird nur selten bis kaum hergestellt.

Dass drohnenartige UFOs (im Sinne unidentifizierter Flugobjekte) auch über deutschen Kernkraftwerken fliegen, davon ist auch der deutsche UFO-Forscher Gerhard Gröschel überzeugt und präsentiert hierzu sogar Foto- und Filmaufnahmen von Flugaktivität über dem Kernkraftwerk Neckarwestheim.


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+ + +GreWi-Kommentar
Aufgrund der noch andauernden Ermittlungen und der nur bedingt öffentlich vorliegenden Informationen über die UFO-Drohnen-Überflüge über den französischen Atomkraftwerken, ist es sicherlich noch verfrüht, angesichts der aktuellen Sichtungswelle zweifelsfrei von UFO-Phänomenen exotischer/außerirdischer Herkunft zu sprechen.

Um die aktuelle Situation aber richtig einzuschätzen sollte auch klar gemacht werden, dass mit der schwammigen Bezeichnung „Drohne“ lediglich der eigentlich sehr viel zutreffendere und sachlich korrektere Begriff UFO (im Sinne unidentifizierter Flugobjekte) umgangen wird.

Da Drohnen mittlerweile selbst im Hobbyflug- und Spielzeugbereich weit verbreitet sind, sind sie derzeit nicht zu Unrecht tatsächlich der UFO-Stimuli Nummer 1. Daraus aber abzuleiten, dass jedes unbekannte Flugobjekt wahrscheinlich eine konventionelle Drohne ist, wäre falsch.

Ohne weitere Erläuterungen ist angesichts der heutigen Formenvielfalt der Begriff „Drohne“ nur schwer dazu geeignet, das Aussehen und die Eigenschaften eines so beschriebenen Flugkörpers zu beschreiben.

Wie schon zuvor die Asiatischen Himmelslaternen bzw. Miniaturheißluftballons, so werden heute derartige Drohnen als Stimuli gerne auch dann als vorschnelle und wohlfeile Allgemeinerklärung für UFO-Sichtungen ins Feld geführt, selbst wenn die beschriebenen oder gar dokumentierten Eigenschaften jener UFOs, die sie erklären sollen, den bekannten Eigenschaften dieser Stimuli widersprechen. Jetzt sind französische Behörden, Journalisten, Wissenschaftler und nicht zuletzt UFO-Forscher gefordert, zu untersuchen, ob die Umstände und Eigenschaften der derzeitigen Überflugswelle über französischen Kernkraftwerken mit konventionellen Multikoptern erklärt werden können – oder nicht.


grenzwissenschaft-aktuell.de

http://grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.de/2014/11/ufo-drohnen-affare-in-frankreich.html

UFOs? Weitere 5 Atomkraftwerke in Frankreich betroffen

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