Die Flüchtlingskrise in Griechenland

Auf Video gebannt: Die andere humanitäre Krise in Griechenland

Tyler Durden 09.07.2015

Während sich die allgemeine Aufmerksamkeit im Wesentlichen auf die zu Recht protestierenden Rentner und die Schlangen vor den Geldautomaten konzentriert, entwickelt sich eine weitere – ebenso grausame und außerordentliche – Krise in Griechenland. Auf der Insel Lesbos, so berichtet die Internetseite KeepTalkingGreece, steht das europäische Einwanderungs»problem« im Mittelpunkt. Dort spielen sich unvorstellbare Szenen ab, als etwa Flüchtlinge versuchten, einen Lastwagen mit Lebensmitteln zu stürmen. Nein, diese Bilder stammen nicht aus Somalia… 

Zu diesem Zwischenfall kam es, als etwa 2500 Einwanderer, die in einem Flüchtlingslager nahe der Ortschaft Kara Tepe auf der Insel Lesbos (Mytilene) in der nördlichen Ägäis untergebracht sind, einen sich nähernden Versorgungswagen mit Lebensmittel erblickten.

Sofort stürmten sie auf das Fahrzeug zu, um einige der Lebensmittel zu ergattern.

Auslöser dieser panischen Angst, keine Lebensmittel zu erhalten und damit hungern zu müssen, waren Gerüchte, nach denen aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten die Versorgung der Flüchtlinge mit Lebensmitteln auf der Insel Samos eingestellt worden sei. Inzwischen strömen hunderte Flüchtlinge und Einwanderer ohne Papiere alltäglich aus der Türkei nach Griechenland, wo die Lage immer mehr außer Kontrolle gerät.

Zu der humanitären und wirtschaftlichen Krise in Griechenland, das selbst vor dem Zusammenbruch steht, kommt jetzt noch die Flüchtlingskrise hinzu. Europa versucht, seine Augen und Ohren vor dieser Realität zu versschließen, während Eurokraten wie etwa EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Hilfe und Unterstützung und die Verteilung der Flüchtlinge auf die europäischen Länder nach einem gerechten Schlüssel versprechen, obwohl sie wissen, dass sie diese Versprechen nicht halten können.

Auf den Inseln im Osten Griechenlands, wo die Flüchtlinge per Schiff anlanden, und auch in anderen Städten haben sich private Initiativen gebildet, die Unterstützung für die Flüchtlinge bereitstellen. Diese Initiativen werden oft von Geschäftsleuten vor Ort unterstützt, die trotz der schlimmsten Finanzkrise des Landes seit 2010 alles in ihre Kraft Stehende unternehmen.

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