Hiroshima und Pearl Harbor: Betrug, Lüge, Intrige und Verrat

Hiroshima und Pearl Harbor: Betrug, Lüge, Intrige und Verrat

Gerhard Wisnewski 09.08.2015

Die Japaner haben 1945 die amerikanischen Atombomber auf dem Weg nach Hiroshima und Nagasaki durchgewinkt, wie hier kürzlich zu lesen stand? Das kann doch nicht sein! Oh doch – das kann schon sein. Wer das verstehen will, darf nicht nur einen Blick auf das Ende dieses Krieges, sondern muss auch einen auf seinen Anfang werfen: Den japanischen »Überraschungsangriff« auf die US-Flottenbasis Pearl Harbor am 7. Dezember 1941. Das Ende des Krieges war dort bereits angelegt… 

Der »Überraschungsangriff« der Japaner auf die amerikanische Pazifikbasis Pearl Harbor auf Hawaii am 7. Dezember 1941 war der klassische Kriegsgrund für die USA. Die pazifistische und kriegsmüde Stimmung zu Hause konnte gekippt und die Vereinigten Staaten in den Krieg gegen Japan und schließlich auch Deutschland geführt werden. Ohne Pearl Harbor würde es die US-dominierte Welt, so wie wir sie heute kennen, nicht geben. Pearl Harbor war das Tor, durch das der US-amerikanische Riese wankte, um die Welt zu beherrschen. Genau deshalb konnte schon bei Pearl Harbor nichts dem Zufall überlassen werden.

Die USA beginnen Kriege ohnehin nur dann, wenn der Ausgang von vorneherein feststeht: Seien es Siege wie gegen Deutschland und Japan oder Scheinniederlagen wie in Vietnam oder dem Irak, wo es darum ging, Material zu verschleißen oder »failed states« zu erzeugen. Ihre eigene Existenz haben die USA noch nie wirklich aufs Spiel gesetzt. Einen wirklich existenziellen Krieg haben sie noch nie begonnen.

Es riecht nach Verrat

Schon wer einmal einen Blick auf den Globus wirft, kann sich über Japans Angriff auf Pearl Harbor nur wundern, die amerikanische Flottenbasis auf der Hawaii-Insel O’ahu: Die winzig kleine Inselgruppe, 3700 Kilometer von der Westküste der Vereinigten Staaten entfernt, hat mit dem »Homeland« der Vereinigten Staaten überhaupt nichts zu tun. Ein Angriff auf Pearl Harbor würde die Vereinigten Staaten geografisch nicht im Geringsten kratzen.

Kurz: Pearl Harbor roch schon geografisch nach einer Falle. Mit der gesamten Flotte 6000 Kilometer über den offenen Pazifik nach Pearl Harbor zu dampfen, war aus japanischer Sicht also schon ein kühnes, um nicht zu sagen: seltsames Unterfangen. Und während Hawaii schon geografisch nach einer Falle roch, roch die dort stationierte Pazifikflotte der Amerikaner nach einem Köder, der auch noch kurz zuvor erst ausgelegt worden war. Denn die US-Pazifikflotte war erst im Sommer 1940 von der US-Westküste nach Pearl Harbor verlegt worden. Nur dadurch kam sie überhaupt in den Aktionsradius der japanischen Seestreitkräfte. Zusätzlich war der Köder auch noch alt – denn in Wirklichkeit waren dort hauptsächlich alte Kriegsschiffe stationiert, die noch aus dem Ersten Weltkrieg stammten. Die strategisch eigentlich wichtigen Schiffe waren zum Zeitpunkt des Angriffs überhaupt nicht da: die amerikanischen Flugzeugträger.

Tritt einen Löwen nie in den Hintern…

Spätestens hier wurde die Falle offensichtlich und hätten die Japaner, die das natürlich wussten, den Angriff verwerfen oder abblasen müssen. Denn es ist nun mal keine gute Idee, den Löwen nur in den Hintern zu treten, statt ihn zu töten. Spätestens hier begann die japanische Operation nach Verrat zu riechen. Eigentlich sollte der japanische Admiral Yamamoto Isoroku die Attacke auf Pearl Harbor durchführen. Isoroku hatte sie schließlich auch geplant – allerdings ganz anders, als sie dann durchgeführt wurde. Sein Kommando wurde jedoch verhindert, und statt seiner übernahm Vizeadmiral Nagumo Chūichi die Führung des Angriffsverbands.

Schon damals war es jedoch unmöglich, mit einer riesigen Flotte aus sechs Flugzeugträgern und Begleitschiffen zwei Wochen quer über den Pazifik zu gondeln, ohne optisch und elektronisch wahrgenommen zu werden. Wie man spätestens aus dem Buch von Robert Stinnett weiß (Pearl Harbor – Wie die amerikanische Regierung den Angriff provozierte und 2476 ihrer Bürger sterben ließ, Frankfurt 2003), waren die USA jederzeit über den Standort der japanischen Flotte im Bilde und räumten ihr sogar eigene Schiffe aus dem Weg, damit nur niemand zu früh über die Flotte der »Japse« stolpern und den »Überraschungsangriff« auffliegen lassen würde.

Um die öffentliche Meinung in den USA zu kippen, musste alles unbedingt nach einem »feigen Überfall« aussehen. Deshalb wurde auch das rechtzeitige Eintreffen der japanischen Kriegserklärung in Washington obstruiert, sabotiert – wie auch immer. Wie es die Dramaturgie dieses »feigen Überfalls« so wollte, traf die Kriegserklärung erst eine halbe Stunde nach dem Beginn des Angriffs ein. Damit galt die Attacke als besonders »heimtückisch«, entfaltete der Angriff auf Pearl Harbor die maximale psychologische Wirkung und erlitt Japan bereits da eine verheerende propagandistische Niederlage.

Plante den Angriff, wurde aber geschasst: Yamamoto Isoroku

Auf Pearl Harbor selbst gaben sich die japanischen Angreifer am 7. Dezember 1941 alle Mühe, die USA kräftig in den Allerwertesten zu treten, ohne sie dabei maßgeblich zu schwächen. Nicht nur, dass die amerikanischen Flugzeugträger nicht da waren und hauptsächlich alte Schlachtschiffe im Hafen lagen – die Japaner verzichteten auch darauf, die Reparaturwerften auf O’ahu anzugreifen, sodass von 21 getroffenen US-Schiffen 18 innerhalb weniger Monate wieder repariert werden konnten.

An der amerikanischen U-Boot-Basis und -Werft zeigten die »Japse« ebenso wenig Interesse wie an den riesigen Tanks der Treibstofflager, mit denen die US-Pazifikflotte monatelang versorgt werden konnte und mit deren Bombardierung man ein gewaltiges Feuerchen hätte machen können. Fast unnötig zu erwähnen, dass die Angreifer auch das Hauptquartier der US-Streitkräfte für den Pazifik links liegen ließen.

Auch auf eine dritte Angriffswelle seiner Flugzeuge, mit der diese Arbeit hätte (spätestens) erledigt werden können, verzichtete der Kommandeur der japanischen Flotte, Vizeadmiral Nagumo Chūichi (Quelle: »Countdown zur Katastrophe – Angriff auf Pearl Harbor«, n-tv, 14.07.2015). Auf dem Rückweg unterließ Nagumo es auch, die kriegswichtigen Hafenanlagen auf den Midway-Inseln wie geplant zu zerstören – angeblich wegen schlechten Wetters.

Hochverrat vom Feinsten

Kurzum: Normalerweise hätte angesichts dieses »Versagens« zu Hause das Erschießungskommando auf ihn gewartet – oder der Vizeadmiral wäre schon auf dem Heimweg durch ein gepflegtes Harakiri aus dem Leben geschieden. Aber merkwürdigerweise gab es daheim stattdessen Glückwünsche von der Militärführung. Lediglich Admiral Yamamoto, der den Angriff ursprünglich geplant hatte, hatte begriffen, dass Nagumo alles verbockt und Japan den Krieg in Pearl Harbor bereits weitgehend verloren hatte. Da das Erschießungskommando erstaunlicherweise ausblieb, konnte Nagumo weitermachen.

Als nächstes vergeigte er die kriegsentscheidende Schlacht von Midway 1942 und schließlich die Verteidigung der nördlichen Marianen 1944. Erst da hatte er wohl seine Mission erfüllt und nahm sich das Leben. Ein Jahr später starteten von den nördlichen Marianen aus die US-Atombomber nach Hiroshima und Nagasaki – unter ständiger Beobachtung und dem Schutz der Japaner. Ein amerikanischer Begleitschutz war für die Bomber daher nicht nötig. Nicht erst die Sabotage der Verteidigung gegen den US-Angriff auf Hiroshima und Nagasaki war Hochverrat vom Feinsten – sondern schon der fehlgeschlagene Angriff auf Pearl Harbor selbst. Wenn heute hier von einem »japanischen Triumph« oder gar »Sieg« die Rede ist, ist das reine Desinformation. Hiroshima und Nagasaki waren bereits in Pearl Harbor angelegt.

Vom Kriegsgrund bis zur Kapitulation

Diese Beispiele zeigen, dass wir den Ablauf des Zweiten Weltkrieges bis heute nicht einmal ansatzweise verstanden haben. Wie ich schon sagte, haben die USA in ihren Kriegen noch nie etwas dem Zufall überlassen. Vom Kriegsgrund bis zur Kapitulation war alles in langjähriger Planungs-, Agenten- und Intrigenarbeit inszeniert worden. Mit vollem territorialen Risiko einen Krieg zu beginnen, widerspricht fundamental der amerikanischen Militärstrategie. Pearl Harbor war daher nur eine Show für das amerikanische Volk und die Welt.

Auf die 2500 getöteten amerikanischen Soldaten konnte man genauso verzichten wie auf die 3000 Toten des 11.09.2001. Die Tatsache, dass die Japaner und viele andere Mächte des Planeten bei diesen Spielchen immer wieder mitspielen, verweist auf die wirkliche Macht der Vereinigten Staaten, die in ihrer Planung, Strategie und vor allem Aufklärungs- und Agententätigkeit liegt. Betrug, Intrige, Lüge und Verrat sind ihre eigentlichen Waffen. Lange bevor der erste Schuss abgefeuert wird, ist der Feind schon längst ein Zombie. Genauso wie heute Deutschland im Migrationskrieg ein Zombie ist und die Flüchtlingsmassen auch noch selbst nach Europa holt – und zwar mit seinen eigenen Streitkräften…

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