VW zeigt, Betrug ist für Konzerne normal

VW zeigt, Betrug ist für Konzerne normal

Dienstag, 22. September 2015 , von Freeman um 10:00

Die bewusste Manipulation der Abgaswerte von VW ist typisch für Grosskonzerne und nur einer von vielen Fällen, in der langen Liste an Betrügereien. Man kann sogar sagen, Konzerne bescheissen grundsätzlich die Konsumenten und übertreten Gesetze in allen Bereichen, denn nur so können sie Profitmaximierung erzielen. Die Konzernführung nimmt dabei in Kauf erwischt zu werden, denn sie wissen, ausser einem Klaps auf die
Finger und einer Busse passiert ihnen eh nichts. Sie lachen über die Geldstrafe, denn dafür gibt es Rückstellungen und die werden als Kostenfaktor in der Bilanz verbucht. 

VW ist nicht der erste Autokonzern der betrügt. 2014 hat Toyota gestanden, Kunden mit falschen Sicherheitsangaben in die Irre geführt zu haben. Der Skandal um die klemmenden Gaspedale kostet den Autohersteller eine Rekordsumme. Der Konzern musste im Rahmen eines Vergleichs 1,2 Milliarden Dollar zahlen, um ein Strafverfahren abzuwenden. 2009 hatten Autobesitzer in den USA berichtet, ihre Wagen hätten von selbst beschleunigt, denn das Gaspedal hätte sich verklemmt. Es gab mehrer Tote durch Unfälle. Statt sofort zu reagieren und das Problem zu beheben, hat Toyota nur behauptet, die Probleme seien gelöst und zudem versucht, Spuren ihres Verhaltens zu verwischen.

Dann erinnern wir uns an den Betrug in der Finanzbranche 2007. Die ganze Finanzkrise ist nur passiert, weil die US-Grossbanken Schrottpapiere schön verpackt haben, die wertlosen Pakete als tripple-A deklarierten und sie an die dummen europäischen Banken verkauften. Die Banken haben wegen diesem Betrug dann riesige Verluste eingefahren und mussten auf Kosten der Steuerzahler gerettet werden. Oder, eine Grossbank nach der anderen ist in den letzen Jahren gebüsst worden, wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung, oder wegen der Manipulation der Finanzmärkte und Kurse (Zins, Devisen, Edelmetall), um gigantische Gewinne zu erzielen. Betrug ist für Konzerne normal.

Oder was ist mit dem Pharamkonzern Novartis? Im vergangenen Juli wurde bekannt, der Konzern wird beschuldigt, in den USA Apotheken bestochen zu haben, damit nur seine teuren Produkte verkauft werden. Die Bestechung sei als Rabatte getarnt worden. Dadurch seien die staatlichen Gesundheitsprogramme Medicare und Medicaid, die die Kosten für die Behandlung übernahmen, geschädigt worden. Der Arzneimittelhersteller soll bis zu 3,35 Milliarden Dollar Schadenersatz und Strafe zahlen. Ich könnte ein Beispiel von Betrug der Konzerne nach dem anderen in vielen Branchen aufzählen.

Was bei VW passiert ist, ist kein Versehen, sondern ein bewusster Gesetzesbruch. Der Autokonzern hat seine Dieselfahrzeuge mit einem Abschaltgerät (defeat device) in Form eines hochentwickelten Software-Algorithmus ausgestattet. Dieses kann feststellen, ob das Auto gerade getestet wird oder nicht. Die Autos hatten ein Programm, das die Abgasbegrenzung beim normalen Fahren ausschaltet und bei Abgastests anschaltet. So wurden die gesetzlichen Grenzwerte nur bei Tests eingehalten, im Normalbetrieb nicht. Das heisst, die Autos von VW wurden für die USA zertifiziert und man konnte sie verkaufen, obwohl sie als Dreckschleudern die Umwelt und damit die Menschen geschädigt haben.

Nicht nur ist Betrug für Konzerne normal, sie haben auch überhaupt keine Ethik und Moral. Warum auch? So etwas steht dem Profit im Wege. Wenn sie Ethik und Moral hätten, gebe es keine Waffenindustrie, gebe es keine Landminen, Bomben und Granaten, die Menschen zerfetzen. Würden sie keine genmanipulierten Pflanzen und Tiere produzieren, die gesundheitsschädlich sind, würden sie die Forschung über künstliche Süssstoffe und Geschmacksverstärker nicht mit abgetriebenen Föten machen, würden sie nicht die Urwälder abholzen, die Meere überfischen und einen Raubbau an der Erde wegen der Rohstoffe durchführen. Sie verseuchen wegen dem Mangel an Sicherheitsvorkehrungen ganze Ozeane und töten alle Lebewesen.

Es ist ihnen absolut scheissegal, was sie anrichten. Sie gehen nach dem Motto vor, lasst die Geschädigten uns verklagen, mit unserer Armee an Anwälten und Geld, schüchtern wir die Betroffenen ein und bringen sie zum Schweigen. Ausserdem haben sie die Politiker sowieso alle in der Tasche, mit Parteispenden, Lobbyisten und Bestechung. Sie schreiben sogar die Gesetze zu ihrem Vorteil und lassen sie durch die bestochenen Parlamentarier absegnen. Wie lange sage ich schon, wir leben in einer Konzerndiktatur? Die ganze Idee der Europäischen Union ist nur entstanden, um für freie und grenzenlose Märkte für die Konzerne zu sorgen. Und für die freie Bewegung und Umsiedlung von billigen Arbeitskräften innerhalb der Union.

Der Strom an Migranten dient ja auch den Konzernen, damit sie massenhaft neue Sklaven zu tieferen Löhnen kriegen. Siehe „Migranten sollen billige Arbeitskräfte werden„. Auch vom Globalismus profitieren nur die weltweit operierenden Konzerne und nicht der Mittelstand oder die Kleinbetriebe. Nur Konzerne können ihre Produktion in Billiglohnländer auslagern, die Forschung dorthin wo es die geringsten Auflagen gibt, und die Holdinggesellschaft in eine Steueroase platzieren, und so die Gewinne maximieren. Deshalb, nicht nur Banken sind „too big to fail,“ was tatsächlich „too big to jail“ bedeutet, sondern die meisten Konzerne sind Monster geworden, die man eigentlich zerteilen und zerbrechen muss. Aber dafür sind die Politiker zu feige und zu korrupt.

Es ist sogar so, wenn ein Staatschef es wagt, gegen die Konzernmacht etwas zu unternehmen, wie Präsident Putin, der die kriminellen Oligarchen in Russland drangenommen hat, die das russische Volksvermögen gestohlen und mit Betrug an sich gerissen haben, dann ist er der Böse. Die westlichen Politiker und Medien beschmeissen ihn mit Dreck und beschützen die Verbrecher, lassen sie in den Westen mit ihren geraupten Milliarden ziehen. Siehe „Nur der Westen hat wirklich Oligarchen„. Die ganzen Umstürze und Kriege, die der Westen durchführt, dienen ja auch nur den Megakonzernen zur Markterweiterung und zum Wachstum.

Wir können nur hoffen, dass VW diesmal so richtig bluten muss, als Warnung und schmerzhafte Lektion für alle anderen. Aber Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel heuchelt bereits nur eine Betroffenheit vor und meint, der Fall sei nicht typisch.

„Der Begriff ‚Made in Germany‘ ist weltweit ein Qualitätsbegriff,“ sagte Gabriel. Deshalb müsse schnell aufgeklärt werden: „Aber ich glaube nicht, dass das ein dauerhafter und prinzipieller Schaden für die deutsche Industrie ist.“ Wir sehen, statt die VW-Manager sofort zu zitieren und zur Verantwortung zu ziehen, wird der Betrug kleingeredet. Aber an welche Gesetze hält sich Berlin noch selber? Die brechen sie doch auch wie sie wollen, wie jetzt mit den Schengen- und Dublin-Abkommen, oder mit der Verletzung des Grundgesetz, was die Lieferung von Kriegsmaterial in Konfliktgebiete betrifft, oder der Einsatz der Bundeswehr für Angriffskriege.

Man muss sich das vorstellen, VW lässt bewusst mit Betrug Hunderttausende wenn nicht Millionen von Fahrzeuge als Dreckschleudern rumfahren, schädigt damit massiv die Umwelt. Wenn wir aber nur einen Papierfetzen fallen lassen, dann bekommen wir die volle Wucht der Gesetzeshüter zu spüren. Uns redet man jeden Tag ein, wie schädlich alleine unsere Existenz durch Atmen und Furzen ist, das wir ein schlechtes Gewissen haben sollen und wir deshalb umweltbewusst handeln müssen. Dabei sind es die Grosskonzerne und ihre geldgierigen Manager und Aktionäre, die den Planeten am meisten schädigen.

Übrigens, was der VW-Skandal auch beweist, es gibt eben doch „Verschwörungen“ gegen die Gesellschaft, was ja von den Medienfutzis immer abgestritten wird. Ein beliebtes Argument dabei ist, es müssen viele Menschen beteiligt sein, man kann deshalb eine Verschwörung nicht geheimhalten und einer der Beteiligten würde plaudern. Wie wir sehen, eben nicht, sondern die Verschwörung bei VW, die Abgaswerte zu manipulieren, bei der viele Mitarbeiter mitgemacht haben müssen, wurde von Aussen aufgedeckt.

UPDATE: Die VW-Abgasaffäre weitet sich dramatisch aus: Die Software zur Manipulation der Abgaswerte ist in viel mehr Fahrzeugen eingebaut als bisher angenommen, teilte VW mit. Es sind 11 Millionen Fahrzeuge davon betroffen. Der Konzern stellt 6,5 Milliarden Euro zurück und spricht eine Gewinnwarnung aus.

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: VW zeigt, Betrug ist für Konzerne normal http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/09/vw-zeigt-betrug-ist-fur-konzerne-normal.html#ixzz3mYhsWoOd


VW-Motoren – Made in Russia

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