Japan – Toyota suspendiert Autoproduktion

Toyota suspendiert Autoproduktion in Japan

Donnerstag, 21. April 2016 , von Freeman um 09:00

Was die Welt nicht so mitbekommen hat, die vielen Erdbeben der letzten Tage auf der japanischen Insel Kyushu haben schwerwiegende Folgen für die japanische Wirtschaft. Der Autohersteller Toyota hat verkündet, es wird seine Autoproduktion in Japan vorübergehend anhalten, weil kritische Teile ihrer „just in time“ Logistik wegen der Erbeben fehlen. Die Fabriken der Zulieferer sind schwer beschädigt worden. Der Autohersteller wird die gesamte Produktion an seinen vier eigenen Montagewerken stilllegen und in Schritten auch die in anderen Unternehmen der Toyota-Gruppe. Laut Toyota handelt es sich um die Werke in Takaoka, Tsutsumi und Tahara from 19. bis 23. April, gefolgt von den Montagelinien in Tahara und Motomachi von 20. bis 23. April. 

Das heisst, fast die ganze Autoproduktion von Toyota liegt dann mehrere Tage still. Laut Schätzungen werden dadurch 50’000 Fahrzeuge weniger hergestellt. Dies trifft auf die populären Modelle hybrid Pryus, Land Cruiser und Lexus zu.

Die Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Produktion in den japanischen Werken wird auf Basis der Verfügbarkeit der Teile gemacht„, sagte eine Sprecher des Autokonzerns.

Die Firma Aisin Seiki, ein wichtiger Zulieferer von Karosserieteilen, Bremsen und Motoren für Toyota, hat eine Niederlassung in der Kumamoto-Prefektur, die massiv von den Erbeben betroffen wurde. Die Erschütterungen zerstörten viele Gebäude, tötete Dutzende und verletzte 2000 Menschen. 250’000 Bewohner sind obdachlos.

Viele Strassen, Brücken und Tunnel in Kumamato sind schwer beschädigt, was auch den Verkehr und Transport von Gütern sehr behindert.

Was sagt uns die Produktionspause von Toyota? Wie abhängig und fragil die heutige Wirtschaft und damit die moderne Gesellschaft ist. Wenn der Transport und die Zulieferung nicht mehr funktionieren, stehen die Fabriken still und die Regale in den Supermärkten sind leer.

Die westlichen Medien sprechen nur von Erdrutsche, die sich durch die Erbeben ereignet haben sollen, dabei ist die genauere Beschreibung der Konsequenzen, es haben sich riesige Risse und Gräben aufgetan. Es sieht aus wie wenn sich die Insel Kyushu durch die Mitte spaltet.

Die Grafik stammt von der U.S. Geological Survey und zeigt den Mittelpunkt aller Erbeben von 2,5 und grösser. Man sieht eine gerade Linie quer über die Insel. Bricht sie in zwei Teile auf?

Aber nicht nur Japan wurde jetzt von schweren Erbeben heimgesucht, der ganze „pazifische Ring“ scheint in Aufruhr zu sein, mit aktuellen Erdbeben in Ecuador und Vulkanausbrüche in Mexiko.

525 Tote, 4605 Verletzte und zahlreiche Vermisste: So lautet die vorläufige Bilanz nach dem Erdbeben, das Ecuador vor fünf Tagen mit einer Stärke von 7,8 heimgesucht hat.

Am 18. April ist der bekannte 5462 Meter hohe Vulkan Popocatépetl wieder ausgebrochen, der rund 70 Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt liegt:

Überhaupt hat sich die Anzahl der Erbeben weltweit seit 2014 verdoppelt, im Vergleich zum Durchschnitt von 1979 bis 2013.

Wir haben in letzter Zeit eine Periode erlebt, mit der höchsten seismischen Aktivität und der Erbeben die je aufgezeichnet wurden„, sagte der Geophysisker Tom Parson von der U.S. Geological Survey (USGS) in Menlo Park, Kalifornien.

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Noch ein Naturereignis passierte über Südengland. Am 20. April rauschte ein grosser glühender Meteorit über den Himmel:

 

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Toyota suspendiert Autoproduktion in Japan http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2016/04/toyota-suspendiert-autoproduktion-in.html#ixzz46h24aGjj

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