Philippinen kündigen USA die Freundschaft

Philippinen kündigen USA die Freundschaft

Montag, 10. Oktober 2016 , von Freeman um 19:00

Der Präsident der Philippinen, Rodrigo Duterte, hat die amerikanischen Streitkräfte aus dem Land befohlen und damit eine seit 65 Jahre andauernde militärische Allianz beendet. Er sagte, er hätte es satt, dass Washington sein Land wie eine Fussmatte behandele. Er befahl, die 28. jährlichen gemeinsamen Militärübungen mit den USA müssten sofort beendet werden und die zurzeit stattfinden Landemanöver sollen die letzten sein. „Dieses Jahr sind die letzten„, sagte Duterte und bezog sich auf die Militärmanöver in einer Ansprache am Freitag in der südlichen Stadt Davao. Zur Erinnerung, die Philippinen waren von 1902 bis 1946 eine amerikanische Kolonie, nach dem die USA zuerst den Krieg gegen Spanien 1898 gewonnen hatte und danach den Eroberungskrieg gegen die Philippinen, der ab 1899 drei Jahre dauerte.

Duterte wurde am 30. Juni 2016 zum Präsidenten der Philippinen mit einer Kampfansage an die Drogenmafia für eine sechsjährige Amtszeit gewählt. Er sagte in Richtung Washington: „So lange ich da bin, behandelt uns nicht wie eine Fussmatte, sonst werdet ihr das bereuen. Ich werde nicht mit euch sprechen.

Vorher hatte er bereits gesagt: „Ich bin der Präsident eines souveränen Staates und wir sind schon lange keine Kolonie mehr. Ich habe keinen Meister, ausser die philippinischen Menschen. Man muss respektvoll sein.“ Dann fügte er hinzu, er können sich in Zukunft an China und Russland wenden.

Duterte ist der Meinung, das Land ist zu abhängig von den USA, deswegen sollen die 107 US-Soldaten, die in der Drohnenaufklärung gegen die islamistischen Militanten im Einsatz sind, das Land verlassen, sobald die Philippinen seine eigene Aufklärung durchführen kann, sagte der Verteidigungsminister Delfin Lorenzana.

Wegen dem Ausfall der jährlichen 50 bis 100 Millionen an amerikanischer Militärhilfe, will er das philippinische Parlament um Kompensation bitten, sagte  Lorenzana. „Wir waren Alliierte seit 1951„, sagte er. „Alles was wir bekommen haben waren gebrauchtes Material, kein neues Gerät. Die Amerikaner haben darin versagt, unsere Fähigkeiten auf das Niveau mit dem was in der Region passiert zu bringen.

Der Bruch der militärischen Beziehungen mit dem ehemaligen Kolonialherren kommt daher, weil Duterte die amerikanische Kritik an seinem landesweiten Kampf gegen den Drogenhandel nicht akzeptiert, der bisher 3’600 mutmassliche Dealer und Fixer in nur drei Monaten das Leben gekostet hat, die bei Razzien sich gewaltsam gewehrt haben.

Obama hat das Vorgehen und die hohe Zahl an Toten kritisiert. Daraufhin hat Duterte im September jegliche fremde Einmischung und Kritik abgeschmettert und gesagt, „er soll zur Hölle gehen“ und er nannte Obama einen „Hurensohn„. Obama hat daraufhin den geplanten Besuch der Philippinen abgesagt.

Auch die Kritik der Europäischen Union hat Duterte zurückgewiesen, denn es ginge der EU überhaupt nichts an, wie sein Land gegen die Drogenhändler und auch Drogenabhängigen vorgeht. Es gibt drei Millionen Drogenabhängige in den Philippinen und dieser Plage gelte es mit harten Massnahmen Herr zu werden, meint Duterte.

Der Präsident will sich von Amerika und Europa abwenden und mit den regionalen Mächten kooperieren. Zum Beispiel mit Japan, dass Patrouillenboote für die Küstenwache liefert, und auch mit dem ein Abkommen unterzeichnet wurde, um fünf Aufklärungsflugzeuge für die territoriale Verteidigung anzumieten.

Duterte will auch mit China und Russland bessere Beziehungen eingehen. Lorenzana sagte, er wird nach Peking und Moskau reisen, um die Anschaffung von Militärgerät mit ihnen zu besprechen.

Interessant ist die Reaktion der Amerikaner auf diese Kündigung. Der US-Militärsprecher für die Manöver, Major Roger Hollenbek, sagte: „Wenn es die letzten sind, dann ist es so.“ Damit wird wohl die Einkreisungspolitik Washingtons gegenüber China behindert, denn Washington wollte die ehemalige Marinebasis Subic Bay wieder in Betrieb nehmen.

Die Amerikaner bekommen weltweit immer mehr zu spüren, wie unbeliebt sie sind. Sie haben wohl ganz tolle Militärbasen und Wohnquartiere für ihr Soldaten gebaut, aber keine Strassen, Schulen oder andere nützliche Infrastrukturprojekte für die lokale Bevölkerung in ihrer langen Geschichte der Besatzung von Ländern. Der amerikanische Imperialismus bringt nur Ausbeutung, Zerstörung und Elend.

Wer bereits 2010 erkannt hat, die Vereinigten Staaten spielen nur noch die zweite Geige und China ist der Antriebsmotor der Welt, wirtschaftlich und vom Einfluss her, ist George Soros. „Die Verschiebung ist phänomenal – ich habe noch nie so was gesehen„, sagte Soros damals in New York bei einer Veranstaltung, die von Reuters gesponsert wurde. „Die chinesische Wirtschaft ist zum Motor der globalen Wirtschaft geworden.

Und wie verhalten sich Menschen gegenüber einen Gewinner oder Verlierer? Sie wenden sich vom Verlierer ab und rennen zum Gewinner. Ist immer so. China und Russland haben die Achtung der Mehrheit der Länder erfahren und sie wissen, auf welcher Seite sie sich für die Zukunft stellen müssen. Amerika ist nur noch ein Papiertiger, der finanziell und moralisch völlig abgewirtschaftet und bankrott ist.

Die Chinesen haben Obama beim letzten G20-Gipfel deutlich spüren lassen, er ist nicht mehr der Chef der Welt und sie respektieren ihn nicht. Sie haben nach der Landung der Air Force One nicht mal eine Treppe an die Maschine rangeschoben, keinen roten Teppich ausgelegt und keine Ehrenformation aufgestellt. Siehe hier …

Die Nachbarländer Chinas haben den Machtwechsel erkannt und deshalb traut sich Duterte, Washington den Mittelfinger zu zeigen.

Das Vorgehen der Philippinen gegen den ehemaligen Kolonialherren bestätigt was ich schon lange sage, man muss den Amis nur die Kündigung aussprechen, dann gehen sie … dann müssen sie gehen. Was wollen sie sonst machen? Wenn sie ihre Basen nicht freiwillig schliessen, dreht man ihnen einfach den Strom und das Wasser ab.

Deshalb ist die Ausrede der Deutschen, man könne gegen die amerikanische Besatzung nichts tun, eine ganz faule und ich kann sie nicht mehr hören. Sie haben einfach kein Rückgrat und wählen immer Landesverräter als Politiker. Jammern, ja das können sie sehr gut, aber endlich ihre Souveränität wiedererlangen, dazu sind sie nicht fähig.

 

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Philippinen kündigen USA die Freundschafthttp://alles-schallundrauch.blogspot.com/2016/10/philippinen-kundigen-usa-die.html#ixzz4Mp3uuWfC

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