Ich habe die Zukunft des Autofahrens erlebt

Ich habe die Zukunft des Autofahrens erlebt

Mittwoch, 12. Oktober 2016 , von Freeman um 09:00

Vor einigen Wochen, bei meinem letzten Besuch Westeuropas, habe ich eine Probefahrt mit dem Tesla Model-X gemacht. Es handelt sich um den SUV von Tesla, oder Sport Utility Vehicle der Oberklasse mit elektrischem Antrieb von Tesla Motors, das seit dem 29. September 2015 an die Kunden ausgeliefert wird. Ich bin skeptisch zur Probefahrt gekommen und dachte mir, na ja, statt Benzinmotor ist halt ein Elektromotor der Antrieb. Aber gleich vorweg … ich habe die Zukunft des Autofahrens erlebt. Ich bin total begeistert von den Fahreigenschaften und der „Intelligenz“, welches dieses Fahrzeug aufweist. Ich habe dabei realisiert, die ganze Idee der Elektromobilität, gepaart mit „Smart-Technologie“, wird das Fahren selber und die Autoindustrie völlig revolutionieren und umkrempeln.

Ein SUV mit zwei Elektromotoren und Vierradantrieb
Hinten sind Flügeltüren, die auch bei engsten Raum aufgehen
Version mit fünf oder sieben Sitzplätze möglich
Die angeblich grösste Frontscheibe die es gibt
Mit dem Supercharger ist das Auto in 30 Min aufgeladen

Es ist wie der Übergang von der Dampflokomotive zur elektrifizierten Eisenbahn. Keine Kohle als Brennstoff mehr und deshalb kein Kohlenschaufler mehr nötig. Vom stinkenden und lauten Dampfross, zur sauberen und leisen Elektrolok. Das Zeitalter des Benzinmotors geht definitiv dem Ende entgegen, was viele Berufe und auch Industriezweige nicht mehr nötig macht und verschwinden lassen wird.

Geschichtlich gesehen war der Verbrennungsmotor sowieso ein falscher Weg, der nur durch eine Verschwörung der Ölindustrie gegen den Elektroantrieb zustande kam und uns 100 Jahre an Irrsinn gekostet hat. Elektroautos gab es nämlich vor Benzinfahrzeuge.


Thomas Parker hat das erste praktische elektrische Auto in London 1884 gebaut und dabei seine eigenen speziellen aufladbaren Batterien benutzt.


Der Flocken Elektrowagen von 1888 vom deutschen Erfinder Andreas Flocken wird als erstes echtes Elektromobil der Welt betrachtet.

Dann dieses Modell aus 1881:

Elektrisch betriebene Fahrzeuge waren auch die schnellsten der Welt. La Jamais Contente, oder auf Deutsch, „nie zufrieden“, war ein Elektroauto wie ein Torpedo gebaut und erzielte den Weltrekord von über 100 km/h am 29. April 1899 in Achères, Yvelines nahe Paris. Das Fahrzeug hatte zwei Postel-Vinay 25 kW Motoren im Direktantrieb, die mit 200 Volt und 124 Amper Strom aus den Fulmen-Batterien 68 PS lieferten.


Was dann geschah, war eine Verschwörung der Ölindustrie, speziell von Rockefellers Monopolkonzern Standard Oil, den Elektroantrieb durch den Benzinmotor zu ersetzen. War ja klar, es musste ein „Grossverbraucher“ her für das Öl, das man aus der Erde pumpte.

Ein Elektromotor war viel zu effizient, einfach und simple. Es musste ein ineffizienter, lauter, vibrierender und komplizierter Motor her, der viel Treibstoff verbraucht, viele Aggregate drumherum benötigt, und einen Mechaniker, der diesen wartet und flickt.

Bei einem Elektroauto gibt es fast nichts mehr an Service zu tun. Nur noch Wasser in die Scheibenwischeranlage füllen, Luft in die Reifen, diese nach Abnutzung ersetzen, sowie die Bremsbelege erneuern. Das war es dann.

Kein Ölwechsel mehr, kein Öl- und Luftfilter, kein Vergaser oder Einspritzer mehr, keine Nockenwelle, keine Kolben, kein Getriebe, kein Differenzial, keine Zündkerzen, keine Benzinpumpe, Startermotor, Generator, Wasserkühler und so weiter. Ist alles passe!

Es wird die Zeit bald kommen, wo man wie bei der Dampfmaschine nur noch nostalgisch über den Benzin- und Diesel betriebenen Kolbenmotor „schwärmen“ wird, der ins Museum gehört.

Spätere Generation werden sich fragen, „warum waren unsere Vorfahren so blöd und haben Verbrennungsmotoren für den Antrieb von Fahrzeugen benutzt?“ Ja weil die Grosskonzerne mehr Profit damit machten, auf Kosten der Gesundheit und der Umwelt!!!

Was mich am meisten bei der Probefahrt beeindruckt hat, das Auto fährt völlig selbständig, ohne Steuerung und Einfluss des „Lenkers“. Ich wusste gar nicht, dass diese Technik bereits im Einsatz ist. Nach einschalten des Auto-Pilot habe ich das Lenkrad losgelassen und zum ersten Mal erlebt, wie ein Auto völlig selbständig lenkt und die Kurven fährt. Es erkennt die vorgeschriebene Geschwindigkeit und hält diese ein. Wenn ein langsameres Fahrzeug vor einem fährt, bremst der Teslar ab und hält den korrekten Abstand.


Auf der Autobahn, wenn man einen Spurwechsel vornehmen will, muss man nur den Blinker betätigen und das Fahrzeug macht das Manöver von selber. Selbstverständlich muss man weiter den Verkehr beobachten und sofort eingreifen, falls nötig, aber was das für die Zukunft bedeutet ist nicht zu fassen. Adieu Beruf Taxifahrer und LKW- und Buschauffeur. In einigen Jahren, wenn das System weiter ausgereift ist, wird man in ein Fahrzeug einsteigen, sagen wo man hin will und wird dann ohne Fahrer ans Ziel gebracht.

Was mich auch begeistert hat, ist die sagenhafte Beschleunigung des Elektroantriebs. Etwas vergleichbares habe ich nur in einem doppelsitzigen Kampfjet beim Start und Hochsteigen erlebt. Ein Drücken auf das „Gaspedal“ und das Auto geht ab wie eine Rakete, presst einen in den Sitz. Von Null auf Hundert in 2,9 Sekunden … und das für einen SUV! Am besten ist diese enorme Beschleunigung bei einem Überholmanöver nützlich.

Ich will hier kein Autoverkäufer für Tesla sein, denn ich hab ja nichts davon, sondern will euch aufzeigen, was heute technisch möglich ist und wo sich die Mobilität hinbewegen wird. Das ist besonders wichtig, wenn man entscheiden muss, welchen Beruf man erlernen will. Nutzt nichts den Beruf des Kohleschauflers zu lernen, wenn es keine Kohle mehr zum schaufeln gibt, weil es bald keine Dampfmaschinen mehr gibt, bildlich gesprochen.

Dazu passt der Entscheid des deutschen Bundesrat von vergangener Woche, die Bundesländer wollen ab 2030 keine Benzin- und Dieselautos mehr neu zulassen. In dem Beschluss wird die EU-Kommission aufgefordert, „die bisherigen Steuer- und Abgabenpraktiken der Mitgliedstaaten auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Förderung emissionsfreier Mobilität auszuwerten …, damit spätestens ab dem Jahr 2030 unionsweit nur noch emissionsfreie PKW zugelassen werden„.

Hallo… das heisst, in nur 14 Jahre kann man keine neuen Autos mit Verbrennungs-motoren mehr kaufen. Dann ist diese Ära vorbei!!!

Das ausgerechnet das Land, in dem die Autoindustrie so ein wichtiger Wirtschaftsfaktor spielt, die Benzin- und Dieselautos verbieten will, ist bemerkenswert. Aber dieser Schritt muss gemacht werden, wenn man zukunftsfähig sein will. Nutzt nichts romantisch und nostalgisch an der „Dampflokomotive“ zu hängen. Der Beruf eines Bleisetzers in der Druckindustrie ist auch nach hunderten Jahren verschwunden und wurde durch neue Technik ersetzt.

Ach ja, die Ausrede um nicht umzusteigen, Elektrofahrzeuge haben zu wenig Reichweite, gilt auch nicht mehr. Der Tesla fährt mit einer Ladung, je nach Fahrweise und Gelände, über 500 Kilometer und im Durchschnitt 400. Die Firma Tesla hat an vielen Orten mittlerweile Ladestationen errichtet, wo man während man einen Kaffee zu sich nimmt und Pause macht, in 30 Minuten GRATIS die Batterien laden kann.

Zum Schluss noch diese Nachricht. Man muss immer schauen, was die „Grossen“ machen. Im März 2016 hat die Rockefeller-Familie angekündigt, sie wird ihr gesamtes Investment ihrer Stiftungen aus Ölfirmen „so schnell wie möglich“ rausziehen und in „moralisch vertretbare“ Technologien investieren. Sie steigen komplett aus dem Geschäft mit fossilen Brennstoffen aus.


Das ist mehr als bemerkenswert, wo doch wie ich oben beschrieben habe, der Vorfahre John D. Rockefeller es war, der zur reichsten Person der Welt wurde und sein Vermögen mit Standard Oil machte, dem Vorgänger von ExxonMobil. Er starb 1937 und war derjenige Hochkriminelle, der die Autoindustrie zwang, Benzinfresser zu bauen und alle anderen Antriebsmöglichkeiten aufzugeben.

Henry Ford wollte nämlich den Treibstoff für seine Autos aus nachwachsenden Hampf gewinnen, also Bioethanol verwenden, bis er von den Ölbaronen „überzeugt“ wurde, es nicht zu tun. Es war auch die ÖL- und Autoindustrie, welche das grösste und beste Netz an sauberen elektrifiziertem öffentlichen Verkehr im Grossraum Los Angeles ab den 1940-Jahren aufkaufte, privatisierte und zerstörte, und durch stinkende Diesel-Busse ersetzte.

Vielen Dank an die kriminelle Bande der Rockefeller, die uns ins Öl-Zeitalter reingepresst hat, damit sie stinkreich wird. Daraus entstand dann die Gier der Industrie und des Militär nach Öl, was wiederum einen Konflikt und Krieg nach dem anderen bis heute ausgelöst hat und dreistellige Millionen an Opfern. Von der Verschmutzung des Bodens, der Luft und des Wassers gar nicht zu sprechen.

Jetzt haben wir einen vollen Kreis gedreht und sind dort wieder angelangt, wo wir vor über 100 Jahren schon mal waren, bei der Elektromobilität. Ideal wäre es, wenn man aus der Sonne den Strom gewinnt und damit die Energie für seine Wohnung und für das Fahrzeug verwendet, sei es Auto, Scooter, Velo oder Hoverboard. Ich werde es jedenfalls bei mir selber umsetzen und dadurch noch mehr Freiheit erlangen. Den Frieden fördert es auch!

Verwandte Artikel:
Wie der öffentliche Verkehr in Amerika vernichtet wurde
Warum die Wunderpflanze Hanf verboten wurde

—————

UPDATE: Volkswagen hat am Donnerstag verkündet, der Konzern will in den kommenden 10 Jahren 25’000 Arbeitsplätze nicht mehr ersetzen, die durch Pensionierung frei werden, um profitabel zu bleiben. Die massive Neuorganisation heisst „TOGETHER-Strategy 2025“ und wurde im Juni angekündigt. VW will 30 neue elektrische Modelle in seinen 12 Konzernteile produzieren. Um das Ziel zu erreichen, auf die E-Mobilität sich neu auszurichten, müssen erhebliche Einschnitte in anderen Gebieten vorgenommen werden, heisst es.

Na, was habe ich oben vorhergesagt?

 

Hier weiterlesen: Alles Schall und Rauch: Ich habe die Zukunft des Autofahrens erlebt http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2016/10/ich-habe-die-zukunft-des-autofahrens.html#ixzz4N0LOOkC3

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s